„Es herrschte eine unglaubliche Atmosphäre“

Wolfgang Kaufmann begann seine neue Rennsaison in der „F2 Classic InterSeries“ für historische Formel-2-Rennwagen wie er die alte beendet hatte – als Sieger. Beim „Grand Prix de France Historique“ 2026 in Le Castellet, auch Saisonauftakt zur Historischen Formel-2-Meisterschaft, gelang ihm im zweiten der beiden Rennläufe sein bereits 17. Formel-2-Sieg seit 2021. Auch in Durchgang eins vor Ort ergatterte er als Zweiter einen Podiumsplatz.

Kaufmann startet mit großer Begeisterung bei dieser alljährlichen Großveranstaltung zum Historischen Motorsport mit auch etlichen Formel-1-Legenden früherer Jahrzehnte, die hier in die Lenkräder historischer Formel-1-Rennwagen greifen. „Das ist eine erstklassig organisierte top Rennveranstaltung“, lobt der Westerwälder. „Es herrschte eine unglaubliche Atmosphäre vor einer mit über 100.000 Besuchern gigantischen Zuschauerkulisse, darunter auch unzählige junge Racing Fans, deutlich jünger als die meisten Autos am Start. Fahrerlager und Startaufstellungen waren geradezu brechend voll, der Racing Sound bei Qualifyings und Rennen war vom Allerfeinsten.“

Beim Qualifying erarbeitete sich Wolfgang Kaufmann hinter den Briten James Lay im March 762 (2:06.217 Minuten) und Brian Morris im March 782 (2:06.735) mit seinem 78er Ex-Stephen South-March 782-BMW den dritten Startplatz (2:06.879). „Ich fuhr nur wenige Runden, um die Reifen für die entscheidenden Rennläufe zu ,schonen'“, erklärt Kaufmann. „Leider gab es auch hier wie immer keinen stehenden Grand Prix-Start, sondern einen fliegenden.“ Nach dem Start zu Rennlauf eins eroberte er sofort Platz zwei und blieb in Schlagdistanz zum Führenden James Lay. Dann drehte sich ein Konkurrent, das Auto stand ungünstig auf der Strecke im Weg, so wurde der erste Rennlauf schon nach sechs Runden mit roter Flagge abgebrochen. „Leider kam kein Safety Car zum Einsatz,“ bedauerte Wolfgang Kaufmann, „ich vermute in erster Linie wegen des extrem straffen generellen Zeitplans.“ Lay gewann fünf Sekunden vor Kaufmann und 6,3 vor Brian Morris.

Der Zieleinlauf in Rennlauf eins bestimmte die Startaufstellung zu Rennlauf zwei, so konnte Kaufmann hier aus Startreihe eins ins Rennen gehen. „Ich schnappte mir direkt in der ersten Runde die Führung und baute den Vorsprung aus“, schildert der Westerwälder seine Cockpit-Perspektive. „In den letzten Rennrunden wurde ich beim Überrunden leider etwas aufgehalten, somit kam James Lay wieder dicht ran. In den drei letzten Kurvenkombinationen griff er an, versuchte alles zu geben, um zu gewinnen. Leider fuhr er mir dabei in der Zieleingangskurve auf das rechte Hinterrad. Ich musste einen größeren Weg durch die Auslaufzone wählen, blieb jedoch auf dem Gas...und siegte mit einer Zehntelsekunde Vorsprung! 

Es war ein mega Rennen, und die Fans waren vollkommen aus dem Häuschen.“


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