Biographie

Erfahren Sie hier wie sich Wolfgang Kaufmann seit Beginn der 80er Jahre durch die knallharte Welt des Rennsports "beisst" und welche Projekte er dieses Jahr in Angriff nimmt.

Projekte 2008

In 2008 fährt Wolfgang Kaufmann endlich dort wo er hingehört, nämlich in der höchsten Kategorie sowohl in der FIA-GT-Meisterschaft als auch in der Le Mans Series.

In der FIA-GT setzt das neu gegründete österreichische AT Racing-Team unter der Leitung Sepp Renauer - ein langjähriger treuer Wegbegleiter des Westerwälder - eine GT 1-Corvette C5-R im Citation-Cup ein. Als 2. Fahrer fungiert der gebürtige weißrussische Teameigner Alexander Talkanitsa.

“Das wird ein hartes Lehrjahr, denn das neue Team muss sich einspielen, mein unerfahrener Teamkollege muss sich auf neue Rennstrecken einschießen und die Corvette hat schon einige Rennkilometer auf dem Buckel”, gibt sich Kaufmann betont realistisch.

In´s Schwärmen gerät er jedoch beim LMS-Projekt der Scuderia Lavaggi: “Teamchef Giovanni Lavaggi gibt mir nach 2007 eine weitere Chance. Höchsterfreulich, denn es gibt im Motorsport nur noch ganz wenige Mitmenschen, auf deren Wort man sich verlassen kann! So ein offener LMP 1-Prototyp ist schon ein absoluter Brenner, bei dem es aber auch so richtig vorwärts geht. Logo, dass wir gegen die Werksboliden von Audi, Peugeot und Aston Martin oder auch gegen die privaten Porsche RS Spyder kein Land sehen, aber die anderen Mitkonkurrenten wollen wir schon attackieren!”

Wie ehemals bei Freisinger-Motorsport, Wieth-Racing und auch A:Level Engineering kann Kaufmann seinen immensen technischen Erfahrungsschatz in die Waagschale werfen.

Des weiteren hofft der Molsberger auf vereinzelte Einsätze im Konrad-Porsche 997 GT3-RSR auf der heiß geliebten Nürburgring-Nordschleife, u. a. beim legendären 24 h-Rennen.

ADAC GT Masters 2007/Wüstenfuchs

In der Premieren-Saison der nationalen deutschen GT-Rennserie packt Kaufmann den kämpfenden Stier erfolgreich bei den Hörnern. Im Lamborghini Gallardo GT 3 des neu gegründeten Argo Racing Teams um Teamchef Werner Schröder siegt der Westerwälder beim Saisonauftakt am Nürburgring und holt mit seinem holländischen Teamkollegen Alexander van der Lof weitere vier Podiumsplätze.

Seine Porsche-Liebe wird weiterhin gepflegt, indem er die Zusammenarbeit mit Rennstallbesitzer Franz Konrad neu auffrischt. Neben sporadischen Einsätzen in der BF Goodrich-Langstreckenmeisterschaft entwickelt sich Kaufmann zum Wüstenfuchs. Mit Rang 2 in Dubai und dem Gesamtsieg in Bahrain feiert Kaufmann im Konrad-Porsche 996 GT3-RSR zwei vielbeachtete Erfolge bei internationalen 24h-Rennen.

Magische Wirkung haben auch die Sportprototypen und ziehen Kaufmann in ihren Bann. Für Renauer Motorsport bewegt er in der tschechischen Langstreckenmeisterschaft sporadisch einen Tampolli SR2-Alfa Romeo. In der Le Mans-Series durfte der Molsberger in der LMP1-Kategorie zweimal in die Eigenkonstruktion des ehemaligen Minardi-Formel 1-Piloten Giovanni Lavaggi (MON) steigen: "Jammerschade, dass solch ein geiler Bolide noch soviele Kinderkrankheiten mit sich herumschleppt!"

FIA-GT-Championat 2005/2006

Mit Hilfe von Lammertink Racing und Renauer Motorsport festigt Kaufmann seinen Ruf als Porsche-Spezialist und holt jeweils im Porsche 996 GT3-RS Topplatzierungen in der GT2-Kategorie.

Le Mans Endurance Series 2004/2005

A:Level Engineering um Teamchef Vladimir Raikhlin will die Ferrari-Dominanz in der GT 1-Kategorie brechen und baut dabei auf das technische Know-how des Porsche-Spezialisten Wolfgang Kaufmann. In Eigenregie entsteht ein aufsehenerregender und bildhübscher Porsche 996-Biturbo, den Kaufmann bis zur Rennreife entwickelt.

Doch die erfolgsversprechende Geschichte hat kein Happyend: "Gerade als wir in Silverstone erstmals als Dritte auf´s Podium gefahren sind und in Spanien einen nationalen GT-Lauf gewinnen konnten, wurde dem Projekt aus finanziellen Gründen der Stecker gezogen. Echt zum Heulen, denn ich habe noch nie ein Rennfahrzeug bewegt, das so aufwendig und detailverliebt aufgebaut wurde!"

FIA-GT-Championat 2003/2004

Erneuter Entwicklungshelfer bei Wieth-Racing, die mit ihrem eigenen Ferrari 550 Maranello-Projekt an finanzielle und technische Grenzen stoßen. Punktuelle Ersatzbefriedigung und Erweiterung der technischen Kompetenz in dem atemberaubenden Saleen S7R von Franz Konrad (Aut) und Graham Nash (GB).

Freisinger-Porsche-Zeit von 1993 – 2001

Mit unzähligen Podiumsplätzen etablieren sich die anfänglichen Nobodies Freisinger-Motorsport und Wolfgang Kaufmann in der internationalen Langstreckenszene mit den Highlights letzter FIA-GT-Laufsieg für Porsche auf dem Lausitzring 2000, Gesamtdritter in 1999 und schließlich Gewinner des Porsche World Cups im Jahre 2001.

Porsche-Rennfahrzeuge und Wolfgang Kaufmann sind seit den 90er-Jahren ein Synonym für erfolgreichen GT-Sport.

Speziell in Spanien (Paco-Orti-Racing) und in Frankreich (Chateau-Sport) fürchten die nationalen GT-Grössen den „German Guy“ aus dem Westerwald.

„Teamchef Manfred Freisinger hat mir die Chance gegeben, in der GT-Szene Fuß zu fassen. Unschön war das Ende unserer langjährigen, fruchtbaren Zusammenarbeit. Als der Erfolg da war, hat Porsche seine Werksfahrer bei Freisinger platziert, ohne mir eine faire Chance einzuräumen“, zeigt sich der Molsberger irritiert bis frustriert.

Fazit Formel 3-Zeit

Drei verschiedene Motortuner in den drei Jahren als Opel-Werksfahrer sind keine geeignete Plattform für einen Meistertitel. Dennoch wurde der Titel zweimal denkbar knapp verpasst.

Kaufmann erarbeitet sich das Image eines versierten technischen Entwicklungsfahrers und vergisst seine Förderer nicht: „Karl Maurer von Opel und Rennstallbesitzer Horst Schübel haben mich in meiner Formel 3-Zeit vorbehaltlos unterstützt! Karl Mauer, vor allem aber Horst Schübel habe ich sehr viel zu verdanken.“

Formel 3 1991

Knallharter Titelkampf mit dem heutigen siebenfachen Le Mans-Dominator Tom Kristensen (DK). Überschlag und vierfacher Fersenbeinbruch bedeutet das Ende aller Meisterschaftsträume und der Formel-Karriere.

Formel 3 1990

Nach fulminanten Saisonstart mit zwei Siegen und souveräner Führung in der Meisterschaft verhindern technische Gebrechen am neuen Opelmotor den möglichen Titeltriumph.

Formel 3 1986-89

Self made man; Kampf im eigenen unterfinanzierten Team gegen die Großen der Formel 3-Welt bringt Opel-Werksvertrag.

Zwangspause 1984/85

No cash, no racing!

VW-Polo-Cup 1983

Kaufmann gewinnt auf der Nürburgring-Nordschleife sein 1. Automobilrennen und sagt “Adieu” zu einer Tourenwagenkarriere, bevor sie beginnt: “Leuten absichtlich in´s Auto zu fahren, ist nicht mein Ding!”

Sein Sieg auf der anerkannt schwierigsten Rennstrecke der Welt ist der Beginn einer grenzenlosen Liebe: “Es gibt keine größere Herausforderung und Befriedigung als ein Ritt am Limit in der grünen Hölle”, schwärmt der Vollblutracer bis zum heutigen Tage.

Kart-Sport 1980-82

Trotz Schmalspur-Budget Achtungserfolge bei den rasenden Miniflitzern.